Ihr Kurztrip nach Rom

Rom ist nicht nur das Reiseziel Nummer Eins für alle Kultur- und Geschichtsinteressierten, sondern lädt auch mit seinen modernen Vierteln dazu ein, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Bei einem Glas Wein, leckerer Pasta und einem anschließenden Espresso lässt sich das Treiben der italienischen Hauptstadt am besten beobachten. Freuen Sie sich auf Ihre Städtereise nach Rom, Sie werden merken: Dem Charme der Stadt kann sich niemand entziehen!

Zugegeben: Rom hält so viele Sehenswürdigkeiten bereit, dass Sie problemlos ein Programm für eine ganze Woche zusammenstellen können, ohne dass Langeweile aufkommt. Doch auch im Rahmen eines Kurztrips bleibt ausreichend Zeit dafür, die wichtigsten Hotspots zu erkunden, an denen Sie sich zurück in eine andere Zeit versetzt fühlen können. Wir empfehlen einen Aufenthalt von mindestens drei bis vier Tagen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen zu können.

Rom: Zentrum der Gladiatorenkämpfe und Politik

Das wohl bekannteste Wahrzeichen Roms ist das Kolosseum, früher auch als Amphitheatrum Flavium bezeichnet: Der Bau wurde zwischen 72 und 80 nach Christus vollzogen. Das Gebäude wird in erster Linie mit grausamen Spektakeln in Verbindung gebracht, die zur damaligen Zeit der Unterhaltung und Belustigung des Volkes und Kaiserhauses dienten. Insgesamt war der Innenbereich des Kolosseums durch 80 Tore erreichbar und bot Platz für etwa 50.000 Besucher. Besonders interessant ist das Amphitheater hinsichtlich seiner Bauart: Bis heute gilt es aufgrund des ausgeklügelten Gangsystems als Vorbild für Stadien und eine Vielzahl anderer öffentlicher Gebäude. Schon in der römischen Antike war es binnen fünf Minuten möglich, alle Zuschauer zu evakuieren. Nicht zuletzt deshalb sollten Sie unbedingt auch einen Blick auf den Bereich unter dem Amphitheater werfen: Früher fanden dort nachgespielte Seeschlachten statt und Gladiatoren bereiteten sich auf die anstehenden Kämpfe vor. 

Da die Ruine des Kolosseums heute durchschnittlich 21.000 Besucher pro Tag anzieht, sollten Sie Besuchsstoßzeiten möglichst vermeiden. 

Ein kleiner Tipp: Im Dezember, Januar und Februar können Sie mit dem geringsten Touristenaufkommen rechnen, sodass lange Wartezeiten entfallen. Auch nach 20 Uhr suchen in der Regel deutlich weniger Besucher die Sehenswürdigkeit auf. Wir finden: Das Kolosseum lohnt sich auch bei Dunkelheit, gerade dann erstrahlt es nämlich in wunderschönen Gelb- und Orangetönen.

Zudem können Sie vom Kolosseum aus das Forum Romanum bequem zu Fuß erreichen: Besuchern bietet sich hier ein Bild unzähliger Ruinen, die früher den Marktplatz darstellten. Dort befanden sich nicht nur zahlreiche Tempel, sondern unter anderem auch der Senat und Titusbogen. Politik- und Geschichtsinteressierte kommen an diesem Ort voll auf ihre Kosten, schließlich wurden dort alle wichtigen Entscheidungen getroffen. 

Vom Forum Romanum aus können Sie bereits den Palatin sehen: Dieser ist einer der Sieben Hügel Roms und kann auf eine Geschichte zurückblicken, die bis ins 10. Jahrhundert vor Christus zurückgeht. Er ist somit der älteste bewohnte Stadtteil der italienischen Metropole und bietet Besuchern einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Auf 51 Metern Höhe können Sie die beige-orangefarbenen Bauten bestaunen, allen voran das Kapitol, Forum Romanum und antike Zentrum.

Architektur und Kunst: Die Wahrzeichen Roms

Ein weiteres Highlight während Ihres Kurztrips nach Rom stellt die Spanische Treppe dar: Diese verbindet die Piazza di Spagna mit der Kirche Santa Trinità dei Monti und ist nach einigen Auseinandersetzungen zwischen Papst Innozens XIII und dem französischen König Ludwig XII letztendlich im römischen Stil erbaut worden. Die Treppe ist dreigeteilt und weist auf jeder Ebene eine Terrasse auf: Dies steht symbolisch für die Dreifaltigkeit der Kirche. Wer die Spanische Treppe nach dem Besuch des Kolosseums oder Forum Romanum besuchen möchte, gelangt am schnellsten mit der Metrolinie MEB zum Termini und von dort aus mit der Linie MEA zur Haltestation Spagna. Von dort aus sind es nur noch etwa 100 Meter Fußweg.

In unmittelbarer Nähe zur Spanischen Treppe befindet sich der Trevi Brunnen, der 1762 im Rahmen eines Architekturwettbewerbs fertigstellt wurde. Nicola Salvi, der zuständige Architekt, wollte einen Meerespalast umsetzen, dessen finale Fertigstellung er nicht mehr miterlebt hat. Mittlerweile gilt der Brunnen als beliebte Kulisse in Filmen und ist Ort einer ganz besonderen Tradition: Man sagt, dass jeder, der eine Münze mit der linken Hand über die rechte Schulter in den Brunnen wirft, nach Rom zurückkehren wird. Wir sind uns sicher: Wenn Sie einmal dort waren, wollen Sie mit Sicherheit früher oder später wieder zurück!

Auf den Spuren des Papstes: Der Vatikan

Was bei einer Städtereise nach Rom nicht fehlen darf, ist natürlich der Besuch des Petersdoms: Er gilt als eine der wichtigsten Kirchen der Welt und als Herzstück des Vatikans. Der imposante Dom ist nur einer der Bereiche von Vatikanstadt, die für Besucher zugänglich sind: So zählen auch der Petersplatz sowie das Vatikanmuseum inklusive Sixtinische Kapelle dazu. Wir raten: Besuchen Sie am besten gleich alles gesammelt, bedenken Sie jedoch, dass Sie dafür mindestens zwei bis vier Stunden anberaumen sollten. Nehmen Sie sich vor allem für die wertvolle Kunstsammlung des Papstes ausreichend Zeit.

Auszeit gefällig? Die schönsten Orte zum Entspannen in Rom

Wenn Sie sich vom hektischen Treiben in Rom erholen möchten, ist die Parkanlage Villa Borghese die ideale Wahl: Egal, ob Sie sich einfach mit einer Picknickdecke auf die Wiese legen und ein spannendes Buch lesen oder einen ausgiebigen Spaziergang unternehmen möchten – die etwa fünf Quadratkilometer große Parkanlage lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Zudem befindet sich dort die Galleria Borghese, die zu den wertvollsten Privat-Kunstsammlungen der Welt zählt und für eine kleine Kreativpause neben entspannenden Momenten sorgt. 

Die Villa Doria Pamphili stellt zudem eine echte Alternative zur Villa Borghese dar: Die Parkanlage befindet sich in der Nähe des Stadtteils Trastevere und zeichnet sich durch die aufwendig gestaltete Gartenanlage aus. Auf der 1,8 Quadratkilometer großen Fläche befindet sich unter anderem auch das barocke Landhaus Casino del Bel Respiro, welches auf Mitte des 17. Jahrhunderts zurückgeht.

Pizza, pasta e vino: Was wäre ein Rom Kurztrip ohne italienische Spezialitäten?

Wenn Sie einen Kurztrip nach Rom unternehmen, darf das Entdecken kulinarischer Highlights selbstverständlich nicht fehlen. Mit zu den ältesten Gerichten der römischen Küche zählt die Pasta Cacio e Pepe: Dabei handelt es sich um cremige Pasta in einer aus gereiftem römischen Pecorino-Käse bestehenden Sauce, die mit reichlich schwarzem Pfeffer gewürzt ist. Wir sagen: Unbedingt ausprobieren: Das Gericht gehört mindestens so zu Rom wie das Kolosseum! 

Besonders bekannt für gutes Essen und echte römische Spezialitäten sind außerdem die Stadtteile Testaccio und Trastevere. Hier können Sie nicht nur das Tanzbein schwingen und den Abend mit einem Cocktail ausklingen lassen, sondern auch die besten Gerichte der Stadt zu angemessenen Preisen finden. Meiden sollten Sie vor allem die Gegenden rund um Touristen-Hotspots: Hier werden Gerichte sehr teuer angeboten und sind in der Regel nicht besser als die Spezialitäten, die Sie etwas abseits vom Geschehen finden. Ein Indiz für gutes Essen sind vor allem Restaurants und Cafés mit verhältnismäßig kleiner Speisekarte: Hier beschränken sich die Betreiber auf ausgewählte Gerichte, die jedoch mit sehr viel Liebe zubereitet werden. Das Viertel Testaccio ist übrigens besonders bekannt für Streetfood: Insbesondere die Pizzataschen von Trappizino werden auch von den Einheimischen als schneller Snack auf die Hand liebend gern gegessen. Gefüllt sind sie beispielsweise mit Fleischbällchen oder Hähnchenragout. Übrigens: Falls Sie im Urlaub italienisches Essen selbst zubereiten wollen, statten Sie Eataly in Rome einen Besuch ab. Dort finden Sie ein großes Angebot an frischem Obst und Gemüse, traditioneller Pasta und leckeren Desserts!

Kunst im Szeneviertel Ostiense entdecken

Wer auf der Suche nach leckerem Essen und tollen Fotomotiven ist, ist im Stadtteil Ostiense richtig aufgehoben: Hier können Sie den Großteil an Streetart vorfinden, den es in Rom gibt. Mit zu den bekanntesten Künstlern gehört BLU, dessen Werke auf der Via Ostiense bestaunt werden können. Davon abgesehen finden Sie in dem Viertel jedoch auch ein großes Restaurant-, Bar- und Diskotheken-Aufkommen: Machen Sie die Nacht zum Tag und entdecken Sie das bunte Nachtleben in Rom!

 

Märkte und Markthallen in Rom: Mischen Sie sich unter die Einheimischen!

Wer das Treiben auf authentischen italienischen Märkten beobachten möchte, sollte den Mercato di Forio meiden: Dieser Markt hält zwar viele schöne Stände bereit, ist aber bei so gut wie allen Touristen bekannt, sodass dort kaum noch Einheimische anzutreffen sind. Die bessere Wahl stellt der Mercato dell‘Unità nördlich des Vatikans dar, der durch frisches Obst, Gemüse und Fleisch besticht. Er ist wunderschön angelegt und ermöglicht einen Einblick in die italienische Kultur. Auch die Märkte Nuovo Mercato Esquilino und Mercato Trionfale sind bei einem Kurztrip nach Rom durchaus empfehlenswert.

Übersicht Rom

Unsere Redakteurin

Sybille


Sybille liebt das Entdecken fremder Kulturen: Nirgendwo kann man so viel über sich selbst und den Rest der Welt lernen.


Inhaltsverzeichnis


Key-Facts Rom

  • Beste Reisezeit für einen Kurztrip nach Rom:

    • Januar bis Mai sowie September und Oktober

  • So viel kostet im Durchschnitt ...

    • ein Glas Wein / un bicchiere di vino / etwa 4 Euro
    • ein 3-Gänge-Menü / menù a tre portate / zwischen 25 und 50 Euro

    • ein Espresso / un caffè / etwa 1 Euro

  • Wie viel Trinkgeld ist in Rom üblich?

    • Zusätzlich zum coperto (etwa 1 bis 3 Euro pro Person) sind circa 10 bis 15 % als Trinkgeld gängig.



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